Die Regisseurin Farahnaz Sharifi montiert eigenes und fremdes Amateurfilmaterial zu einem tagebuchartigen Filmessay, das von Widerstand und Protest von Frauen im Iran erzählt. In den privaten Schmalfilmen aus der Zeit seit der islamischen Revolution im Jahr 1979, die Sharifi gezielt archiviert, wird deutlich, wie Feste und Tänze, die Freude im Privaten, immer auch Akte gelebter Freiheit sein können, in denen die Verbote von Authoritäten wirkungslos bleiben. Mit der Verfügbarkeit von Handykameras sind Amateuraufnahmen inzwischen sogar geeignet, um staatliches Unrecht unmittelbar zu dokumentieren. Zwar ist Farahnaz Sharifi während der Proteste in Folge des Todes von Jina Amini nicht mehr in Teheran - doch viele andere übernehmen quasi ihren Auftrag. Ihre Aufnahmen komplettieren das kraftvolle Panorama von weiblicher Resilienz und politischem Widerstand in der Gegenwart.