Vortrag und Disussion mit Juliane Lang
Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt sind nicht weniger geworden, und erst recht nicht leiser in den letzten Jahren. Ganz im Gegenteil: so ist u.a. das Thema geschlechtergerechter Sprache in aller Munde. Der Hessische Ministerpräsident rühmt sich damit, das ‚härteste Gender-Verbot‘ bundesweit erlassen zu haben. Derweil gelingt es einer Bürgerinitiative in Hamburg nicht, die notwendigen Stimmen für ein Referendum mit gleichem Ansinnen in der Hansestadt zu sammeln. Die Initiative erhält hierbei offene Unterstützung durch die Fraktion der AfD in der Hamburger Bürgerschaft.
In den Forderungen nach einem Verbot geschlechtergerechter Sprache durch konservativ und extrem rechte Akteur:innen finden sich altbekannte antifeministische Muster wieder. Der Vortrag blickt deswegen auf Kontinuitäten und Dynamiken im Antifeminismus und fragt nach aktuellen Herausforderungen.
Dr. Juliane Lang forscht an der Universität Giessen zu Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen und der zeitgenössischen extremen Rechten.